DER EURO BLUTET AUS

Der Euro blutet aus – unter diesem markigen Titel erschien die aktuelle Printausgabe des Sachwert Magazins, das seit gestern im Handel erhältlich ist. Und obwohl manch einer das vielleicht nicht mehr hören kann (oder lesen mag): Der Euro-Alptraum ist nach lange nicht zu Ende.
Nebenbei wurde auch wieder ein interessanter Artikel zum Thema “Gründung einer privaten Stiftung” veröffentlicht.

Sachwert Magazin Titel 3/2013Hier das Editorial vom Chefredakteur
Julien D. Backhaus:

Hat der Euro bestand?
Welche Alternativen gibt es?

Ob der Euro uns erhalten bleibt – dazu hat Hans-Olaf Henkel eine interessante Antwort: “Der Euro wird bleiben. Diese politische Generation wird alles dafür tun, um ihn am Leben zu halten.”
Er hat es auf den Punkt gebracht und den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Euro wird unsere Währung bleiben – das ist sehr wahrscheinlich. Die Gefahr aber, dass er aufweicht, ist ebenfalls sehr hoch. Gibt es denn Lösungen? Ich war überrascht, dass in den Interviews zu diesem Thema ganz konkrete und praktikable Lösungsvorschläge kamen – ohne drum herum zu reden. Dirk Müller sagte uns im Interview, dass man eine europäische Währung haben könne, trotzdem nationale Währungen zulassen könnte. Hans-Olaf Henkel ist dafür, dass sich die Nordländer zu einer eigenen Eurogemeinschaft zusammenschließen. Im Beitrag verrät FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler, dass der Wettbewerb der Währungen eine kluge Sache wären. Nur Jean-Claude Trichet ist sich im Interview sicher, dass der Euro eine sehr gute Idee war und wir bald über den Berg sind. Womit er jedoch recht hat: Alle Länder dieser Welt haben mit Problemen zu kämpfen – und die Eurozone kommt hier noch recht gut weg im Vergleich. Und auch die zu verbessernde Governance der EU spricht er offen an.
Daniel Eckert von der Zeitung WELT geht noch einen Schritt weiter: Gold solle als Parallelwährung anerkannt sein, denn es ist dafür perfekt geeignet. Es würde sogar einige Spekulationsschwankunden dämpfen. Einen kompletten Goldstandard sieht er jedoch nicht. Ohne ein Finanzarmageddon würde so etwas nicht funktionieren. Wobei: Marc Friedrich ist sich ziemlich sicher, dass wir in einen Euro-Crash hineinsteuern. Es gäbe keine andere Lösung dieser Eurokrise sagt er.
Apropos Krise: Ganz schön zu kämpfen und zu leiden hatte die Beteiligungsbranche in den letzten Monaten und sogar Jahren. Nicht nur, dass z.B. die Schiffskrise den Geschlossenen Fonds übel mitspielte, auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich seit einigen Wochen geändert. Nun ist alles ganz anders. Was sich verändert hat und wozu dies führt, verrät der geschätzte Kollege Edmund Pelikan. Insights kann er geben, schließlich wird er diesbezüglich auch vom Bundestag interviewt. Es ist also noch nicht Hopfen und Malz verloren, solange noch Leute zu Wort kommen, die wissen, wovon sie sprechen. Fragt sich nur, was sich davon in der Praxis wiederfindet.

Viel Vergnügen bei der Lektüre!

>>Aktuelle Ausgabe portofrei online bestellen oder gleich ein Abo buchen.

Hinweis: Sie finden das Sachwert Magazin inzwischen auch in allen wichtigen App-Stores wie Apple, Google Play, Amazon und Telekom Pageplace.